Über mich
Meine Entscheidung, erstmals bei einer einwöchigen Fußwallfahrt mitzugehen, traf ich sehr kurzfristig. Es war ein heißer Sommer, der Rucksack schwer und der Weg durch meine Heimat führte über viele Berge und Quellen. Meine Knie schmerzten bei jedem Schritt.
Besonders in Erinnerung blieb mir der Aufstieg auf den Hochrettelstein. Als Letzte erreichte ich das Gipfelkreuz auf 2.220 Metern. Meine Mitpilger standen im Kreis, hielten einander an den Händen und sangen „Großer Gott wir loben dich“. In diesem Moment spürte ich trotz aller Anstrengung tiefe Ruhe, Geborgenheit und Gemeinschaft.
Was wäre man ohne den anderen?
Gottes Nähe zeigt sich oft in kleinen Dingen:
ein gutes Wort,
ein offenes Ohr,
ein freundlicher Blick,
eine helfende Hand,
ein begleitender Schritt.
Einfach da sein – füreinander und miteinander.



